... schlechte Laune.
Ich hatte gerade so eine Art Eingebung.
So eine, die einen packt ganz plötzlich und nicht mehr loslässt.
Sie reißt dich in die Tiefe - in die Finsternis - und gibt dich nicht frei.
Ich bin zwar schon 17 - aber ich bin es nicht gewohnt von so vielen guten Künstlern umgeben zu sein. Ihr müsst wissen, ich gehe an eine Schule an der man lernt erfolgreich ein kleines Atelier zu führen oder als Grafiker durchzustarten...
Ich wusste, dass ich nicht der Beste Zeichner bin oder der mit den kreativsten Ideen.
Aber dass ich so schlecht bin wusste ich nicht. Wenn ich noch daran zurückdenke wie uns ein Lehrer vor Augen führte wie schwer es ist als Grafiker frisch an den schon ohnehin überfüllten Arbeitsmarkt zu kommen kommen mir die Zweifel... Wenn ich mich so umsehe - in der Klasse - bekomme ich doch blanke Panik. Immer zeichnen und tüffteln junge Menschen (die meisten jünger als ich) an ihren Zeichnungen herum - an ihren Konzepten - und ich? Was mach ich? Ich konzentriere mich auf Englisch, Deutsch, blablabalaa... alle wollen sie Abgaben. Deadline hier - Deadline da. Ich kann das Wort nicht mehr ausstehen.
Bei einer Deadline geht es schließlich nicht um Leben und Tod.
So sitze ich also im Zug und daheim - immer bemüht zu lernen oder meine Aufgaben fertigzustellen. Freizeit bleibt da kaum.
Und immer wenn wir dann ein paar Tage frei haben - und ich Lust drauf hab' einmal nichts zu tun - bekomme ich dieses schlechte Gewissen nicht voran zu kommen...
Von allen überholt zu werden...
Stehen zu bleiben...
Still zu stehen...
Dabei will ich doch diese genialen Ideen haben, die meine Vorbilder haben.
Es sieht immer so verdammt leicht aus bei diesen erfolgreichen Menschen.
Dass es schwer wird wusste ich - unbewusst - aber dass es so schwer wird....
Wenn es einem leicht fällt, lohnt es sich nicht - heißt es.
Aber lohnt es sich für sowas kaputt zu machen? Nur um dann wieder die ganze Zeit im Büro zu sitzen und keine Ideen zu bekommen weil dieser Kasten so verdammt deprimierend ist...
Sorry, falls ich schon wieder die gute Laune nach unten ziehe.
Aber dieser Blog ist nicht gedacht von vielen - ja überhaupt von irgendjemanden - gelesen zu werden. Ich denke, ich schreibe ihn für mich. Ja, einen öffentlichen, für die ganze Welt zugänglichen Blog nur für mich.
Warum ich nicht in ein Tagebuch schreibe?
1.) Am Laptop ist es umweltfreundlicher (obwohl der Strom....)
2.) Es geht schneller - wie oben geschrieben, hab ich ja wenig Zeit
3.) Später wenn ich älter bin, kann ich einfach die Adresse eingeben und muss nicht Fetzen eines Tagebuches zusammenkleben und versuchen meine Klaue zu entziffern...
Soweit die Theorie...
Cu (zukünftiges Ich?)
#2: Spread the ...
Posted on Dienstag, 1. November 2011